Nach den netten Mails die mich erreicht haben und dem Wunsch einiger Leser nach einer Fortsetzung, erzähle ich nochmal ein bisschen weiter aus dem bunten, wirren Treiben des Unterfangens, mich ans Autofahren zu kriegen. ;-)
Nur wo anfangen und wo aufhören *denkt eine Weile über die vergangenen Tage nach*
Also gut *räusper*
Die dritte Fahrstunde war die Hölle - oder nein sagen wir: ich habe mir selbst die Hölle daraus gemacht. Ist ja nicht so, dass ich einfach mal abschalten könnte um zu tun, was ich tun soll oder will ohne mir tausend Gedanken drumherum zu machen (wer mich kennt, wird vermutlich gerade grinsen). Das wird dann noch um ein vielfaches potenziert, wenn ich mich beobachtet fühle, dabei ist Beobachten natürlich generell eine relative Angelegenheit. Klar, schaut mir der Fahrlehrer auf die Finger, soll er ja auch - aber die gefühlten 25 Leute, die auf dem TÜV-Gelände standen, als wir dort vorbeigefahren sind, die sollen das nicht (nicht in meinem Kopf zumindest ;-) ). Indes führte eben dies dazu, dass selbiger sich auf Standby schaltete um nur noch peripher in rudimentären Dingen zu funktionieren und mir so lustige Situationen zu verschaffen, wie zielsicher in der Mitte zwischen zwei Parkplätzen zum Stehen zu kommen. Ja, lacht ihr nur *G* ich fand das in dem Moment kein bisschen lustig und wäre gerne zu einem rosa Wölkchen geworden um anschließend zu verpuffen.
Aber ich bin sicher, für jeden, der es mitbekommen hat, war es sehr erheiternd, was ich da fabriziert habe. Man kann sich das Leben eben auch selbst schwer machen.
Ich gestehe - der Gang zur nächsten Fahrstunde war dann tatsächlich nicht ganz so einfach, aber der nette Mensch da neben mir im Auto hat das sehr souverän auf- und abgefangen so dass ich nach relativ kurzer Zeit wesentlich ruhiger war.
Ich meinte in der ersten Fahrstunde zu ihm, dass er das sehr cool macht und er fragte mich, woher ich das wissen wolle, da ich ja keinen Vergleich habe. Stimmt - nicht zu anderen Fahrlehrern. Aber wenn ich mir anschaue, was da bisweilen an der Universität oder an Schulen unterrichten darf, alternativ in mancher Musikschule, Reiterhof, Sportverein oder sonstwo, da sehe ich eben doch sehr deutliche Unterschiede. Die einen ziehen ihren Stoff durch und die anderen haben ein Gespür für die Menschen, mit denen sie arbeiten - letztere haben meistens mehr Erfolg.
Und gerade wenn man etwas vermittelt, was bei vielen Menschen auch noch mit unterschiedlich großen oder tiefen Ängsten oder Sorgen behaftet ist, braucht man umso mehr von dieser Fähigkeit sowie der Gabe, auch entsprechend richtig zu reagieren - und das kann schon mal komplizierter sein, als man meinen mag, weil immer nur in Watte packen ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss - allerdings den schmalen Grat zwischen Verständnis und Fordern wirklich zu treffen ist schon eine gewisse Kunst für sich und ich bin ziemlich froh, da auf Anhieb
genau den richtigen Ort dafür gefunden zu haben (also für die Zahnärztin meines Vertrauens habe ich da deutlich länger gebraucht ;-) )
Ich kann das also denen, die aus der Nähe kommen wirklich nur sehr ans Herz legen und ha! ich weiss genau, wie viele Wuppertaler hier mitlesen :P
Das fünfte mal fahren hat mich zwar immer noch mit weichen Knien nach hause gehen lassen, aber tatsächlich keimt langsam die Hoffnung, dass das alles mal zu einem guten Ende führen könnte ;-) mal sehen wie lange das vorhält :D
So, das war nun aber genug Lob für heute :P
Ich werd euch auf dem Laufenden halten, wie es weitergeht ;-)
Liebe Grüße
C.